ISOE 

Das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) ist eine national und international tätige, gemeinnützige Forschungseinrichtung und hat langjährige Erfahrungen in der integrierten Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung. Die besondere Stärke des ISOE liegt in der transdisziplinären Kombination von Natur- und Sozialwissenschaften. Verschiedene gesellschaftliche Akteure werden systematisch und bereits von Anfang an in den Forschungsprozess einbezogen. Ihr alltags- und praxisbezogenes Wissen und ihre Problemsichten werden hierbei auf methodisch gesichertem Wege mit wissenschaftlichen Fragestellungen und Erkenntnissen zusammengeführt. Ziel der Institutsarbeit ist es, zukunftsfähige Konzepte zur Lösung gesellschaftlicher Nachhaltigkeitsprobleme zu entwickeln.
Im LOEWE-Zentrum BiK-F ist das ISOE im Projektbereich F „Ergebnistransfer und sozial-ökologische Aspekte klimabedingter Biodiversitätsveränderungen“ engagiert. Dieser Bereich stellt für das Zentrum die entscheidende Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft dar, wenn mit seinen Ergebnissen sowohl wissenschaftlichen Qualitätsmaßstäben als auch gesellschaftlichen Erwartungen Rechnung getragen werden soll. Hierbei liegt ein besonderer Augenmerk auf der Umsetzung des transdisziplinären Ansatzes des ISOE auf der Vermittlung zwischen den Erkenntnissen natur- und sozialwissenschaftlicher Forschungsarbeiten und den Problemwahrnehmungen und Handlungsmöglichkeiten der gesellschaftlichen Akteure. Dabei geht es auch darum, zukünftige Wege aufzuzeigen, auf denen der klimabedingte Verlust biologischer Vielfalt vermieden und die zu erwartenden ökologischen, ökonomischen und sozialen Folgen bewältigt werden können.
Der fächerübergreifende Arbeitsansatz des Zentrums stellt hohe Anforderungen an die zentrumsinterne Kommunikation.
Zwischen den WissenschaftlerInnen aus verschiedenen Disziplinen muss ein gegenseitiges Grundverständnis hergestellt werden, so dass eine gemeinsame Verständigung möglich wird.
Das ISOE entwickelt deshalb Strukturen und Organisationsformen für einen effizienten internen Wissenstransfer. Wichtige Instrumente hierfür sind eine Arbeitsgruppe „Vernetzung & Kooperation“, die die Schnittstelle zwischen dem Projektbereich F und den anderen Projektbereichen sicherstellt, zentrumsinterne Workshops, Vortragsreihen mit externen Referentinnen und Referenten und eigens für das Zentrum aufbereitete thematische Knowledge Flow Papers.
Eine vom ISOE erarbeitete Diskursfeldanalyse legt für alle Projektgruppen des Zentrums die Basis, die gesellschaftliche Relevanz einzelner Teilprojekte und bearbeiteter Themen zu erkennen und gezielt relevante Plattformen und Multiplikatoren ansprechen zu können. Mit der Diskursfeldanalyse wird die allgemeine Debatte zum Themenfeld ‚Klimabedingte Biodiversitätsveränderungen’ aufgearbeitet, prioritäre Themen identifiziert, zentrale Akteure und ihre Positionen systematisch dargestellt und dabei zwischen Gesellschaft und Wissenschaft umstrittenes Wissen bestimmt.
Schließlich entwickelt das ISOE in Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen des Zentrums anhand unterschiedlicher Modellökosysteme wie Wald, Binnengewässer (limnische Systeme), Savanne und Korallenriffe Entscheidungsgrundlagen im Spannungsdreieck von ökologischen, ökonomischen und sozialen Folgen von klimabedingten Biodiversitätsveränderungen. Hierzu werden die Ergebnisse aus den unterschiedlichen Projektbereichen des Zentrums in Form von Szenarien zukünftiger Entwicklungen veränderter Fauna und Flora zusammengeführt und mit einer Analyse von sozial-ökologischen, einschließlich sozio-ökonomischen Wirkungen verbunden. Im Vordergrund stehen hierbei insbesondere Fragen nach den Folgen für die Nutzung der jeweiligen natürlichen Ressourcen (ecosystem services) in Verbindung mit angepassten Maßnahmen für deren nachhaltiges Management.

Kontakt und weitere Informationen:
Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE)
Dr. Thomas Jahn, Institutsleitung
Hamburger Allee 45
60486 Frankfurt am Main
Tel. 069/707 69 19-0
Fax 069/707 69 19-11
www.isoe.de