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Press Releases„Klima und Mensch. Die Sicht der Geowissenschaften“ - Vortrag aus der Veranstaltungsreihe zur Sonderausstellung Planet 3.0Frankfurt, den 17.5.2013. Klimaschwankungen gab es in der Erdgeschichte schon immer. Der Mensch verändert das Klima jedoch ungleich stärker als alle Schwankungen der letzten Jahrmillionen. Heute befindet sich die Erde in einer seit 55 Millionen Jahren andauernden Abkühlungsphase. Kann diese Entwicklung durch den menschgemachten Klimawandel umgekehrt werden? Die Geschichte der Menschheit hat wiederholt gezeigt, dass vor allem kurzfristige Klimaschwankungen einen großen Einfluss auf den Lebensraum des Menschen, z.B. früher Hochkulturen, hatten – was können wir aus deren Schicksal lernen? Diese Themen werden im Vortrag von Prof. Dr. Gerald H. Haug (ETH Zürich) vorgestellt und diskutiert. Vortrag „Klima und Mensch. Die Sicht der Geowissenschaften“ Während der gesamten Erdgeschichte unterlag das Klima großen Schwankungen – lange bevor der Mensch massiv in diese Abläufe eingegriffen hat. So war es in der Kreidezeit und im frühen Känozoikum deutlich wärmer als heute, und die Pole waren eisfrei. Seit 55 Millionen Jahren wird die globale Klimaentwicklung aber durch eine anhaltende Abkühlung geprägt: Vor 36 Millionen Jahren vereiste die Antarktis und seit 2.7 Millionen Jahren ist unser Planet auf beiden Polen eisbedeckt. Gerald Haug ist einer der renommiertesten Klimaforscher des deutschsprachigen Raums. Er promovierte 1995 an der Universität Kiel, wurde 2003 zum Professor an der Universität Potsdam berufen und gleichzeitig Leiter der Abteilung Klimadynamik und Sedimente am Deutschen GeoForschungsZentrum Potsdam. Seit 2007 ist er Professor für Klimageologie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich. Er erforscht die Entwicklung des Klimas während der letzten Jahrtausende bis Jahrmillionen. Anhand von Meeres- und Seesedimenten rekonstruiert er Klimaverläufe und -entwicklungen in der jüngeren Erdgeschichte in verschiedenen Regionen der Erde. Seine Ergebnisse veröffentlicht er in zahlreichen Artikeln in Science, Nature und weiteren renommierten wissenschaftlichen Journalen. Für seine Forschung wurde Gerald Haug unter anderem mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet. Siehe auch:
Weitere Termine der Veranstaltungsreihe sind: 12. Juni | Themenabend Leben 3. Juli | Vortrag: Biologische Vielfalt im Boden – unbekanntes Leben unter unseren Füßen 28. August | Vortrag: Können Bürger Wissenschaft? Das Potenzial von Citizen Science in der deutschen Biodiversitätsforschung 4. September | Vortrag: Alle Vögel sind noch da? Vögel, Ökosysteme und der Klimawandel 18. September | Themenabend Zukunft: Fracking – Energiegewinnung mit Zukunft? 9.Oktober | Vortrag: Demografischer Wandel – Chance für die Nachhaltigkeit? 16.Oktober | Vortrag: Brennendes Meereis: Methanhydrate – Klimakiller oder Zukunftsenergie? 30. Oktober | Vortrag: CO2-Speicherung im Meeresboden – Chancen und Risiken --------------------------------------------- Die Natur mit ihrer unendlichen Vielfalt an Lebensformen zu erforschen und zu verstehen, um sie als Lebensgrundlage für zukünftige Generationen erhalten und nachhaltig nutzen zu können - dafür arbeitet die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung seit nunmehr fast 200 Jahren. Ausstellungen und Museen sind die Schaufenster der Naturforschung, durch die Senckenberg aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse mit den Menschen teilt und Einblicke in vergangene und gegenwärtige Veränderungen der Natur, ihrer Ursachen und Wirkungen, vermittelt. Mehr Informationen unter www.senckenberg.de.
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