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04 December 2017

Surprise in the Kangaroo Family Tree – An Outsider Is a Close Relative, After All...

17 November 2017

European forests might not be realizing their full potential ...

14 November 2017

Partnertausch als Überlebensstrategie – Flechten passen sich durch Algenwechsel an neues Klima an ...

20 October 2017

Shallow soils promote savannas in South America...

07 September 2017

Rising winter temperatures contributed to the decline of the brown bear in Europe...

03 July 2017

Elevational range limits of alpine trees not solely determined by climate...

30 June 2017

Areas affected by fire are decreasing globally...

13 June 2017

Global hotspots for alien species are island and coastals regions...

31 May 2017

Downsizing in animal communities leads to functional decay in tropical forests...

24 May 2017

Zebras follow their memory when migrating ...

11 May 2017

Picky birds are most flexible...

09 May 2017

Open Day at Senckenberg Biodiversity and Climate Research Centre...

27 April 2017

Auf dem Gipfel der Evolution – Flechten bei der Artbildung zugeschaut...

19 April 2017

Bears breed across species borders...

30 March 2017

Ground water depletion due to international trade threathens food supply world-wide...

27 March 2017

Methan emissions from cows could rise by 70 per cent until 2050...

27 February 2017

New insights into the mechanisms into how ungulates got bigger in the Neogene...

20 February 2017

More warm-dwelling Animals and Plants as a Result of Climate Change ...

15 February 2017

Alien species on the rise worldwide...

02 February 2017

Partnerwahl bei Flechten – Warmes Klima macht wählerisch...

17 January 2017

Spiel mit dem Feuer – wie Eiszeitjäger das Landschaftsbild Europas prägten...

11 January 2017

How far do invasive species travel?...

04 January 2017

Domino effect: The loss of plant species triggers the extinction of animals...

Press Releases

Zukunftsthema Infektionskrankheiten – zwei neue Forschungsprojekte im Bereich Medizinische Biodiversität und Parasitologie

Frankfurt, 12. Februar 2014. In Zeiten des Globalen Wandels finden zahlreiche Krankheitserreger und -überträger ihren Weg in neue Lebensräume. Auch zeigen sich gänzlich neuartige Krankheiten und treten häufig erst mit zeitlicher Verzögerung in den Industrieländern auf. Lebensweisen, Umweltbedingungen und Wirt-Erreger-Interaktionen beeinflussen dabei die Ausbreitungsmechanismen. Die Frankfurter Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Sven Klimpel (Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum und Goethe-Universität) trägt nun mit zwei neuen Projekten, einer Graduiertenschule und einem BiodivERsA-Projekt, zum Verständnis der komplexen Zusammenhänge bei.

Infektionskrankheiten sind die weltweit häufigste Todesursache: Im Jahr 2001 starben laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ca. 14,9 Millionen Menschen daran. Dies entspricht etwa 26 % aller Todesfälle. In den Industrieländern konnten im Verlauf des 20. Jahrhunderts viele Infektionskrankheiten durch verbesserte Lebensbedingungen und Hygiene sowie den medizinischen Fortschritt zurückgedrängt werden. Seit einigen Jahrzehnten spielen hier jedoch neu oder wieder auftretende Infektionskrankheiten und durch Vektoren, also andere Organismen (z.B. blutsaugende Insekten), übertragene Krankheiten eine zunehmende Rolle. Etliche dieser Erreger wurden erst in den letzten Jahrzehnten entdeckt, wie z.B. das Humane Immundefizienz-Virus (HIV), Hanta-Viren, sowie virale Erreger hämorrhagischer Fieber, z.B. das Ebola- oder Marburg-Virus. Die hohe Mobilität der Menschen und der weltweite Handel schaffen vielfältige Übertragungswege: Von einer einzigen Infektionsquelle ausgehend können Personen in verschiedenen Ländern infiziert werden. Die rapide globale Ausbreitung des SARS-Erregers (Severe acute respiratory syndrome) im Winter 2002/2003 ist ein aktuelles Beispiel für diese globale Bedrohung.

Vielfältige Ursachen für ein globales Problem

Das neue, erneute oder vermehrte Auftreten von Infektionskrankheiten resultiert aus einer komplexen Beziehung zwischen Umwelt, Wirt und Erreger. Relevant sind dafür neben der Globalisierung auch ökologische, landwirtschaftliche und sozioökonomische Veränderungen sowie Missstände in der Lebensmittelproduktion und Gesundheitsversorgung. Ökologische Veränderungen oder auch der Klimawandel betreffen beispielsweise die Habitate von Wirbeltieren oder Gliederfüßern (z.B. Stechmücken), welche Erreger auf den Menschen übertragen. Auch wird die Entstehung und Verbreitung neu oder wieder auftretender Infektionskrankheiten durch Veränderungen des Verhaltens des potentiellen Wirtes “Mensch“ begünstigt. Außer der Ernährung, der Freizeitaktivität und der Reisetätigkeit spielen dabei der Medikamentenkonsum und der Gebrauch von Drogen eine wichtige Rolle.
Um diesen Herausforderungen begegnen zu können, ist eine kontinuierliche Erforschung dieser Zusammenhänge und die Ausbildung qualifizierter Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler essentiell. Prof. Dr. Sven Klimpel und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Goethe-Universität Frankfurt, des LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F) und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, lehren und forschen zu dieser Thematik und sind in diesem Kontext an zwei Großprojekten mit jeweils drei Jahren Laufzeit beteiligt.

Gut ausgebildeter Nachwuchs als Zukunftskapital

Die Leibniz-Gemeinschaft fördert mit einer Million Euro die Graduiertenschule International Multidisciplinary Parasitology and Vector Biology (IMPact-Vector), an der sich neben den Frankfurter Einrichtungen Leibniz-Institute in Hamburg (Bernhard Nocht Institut für Tropenmedizin, BNITM) und Berlin (Institut für Zoo- und Wildtierforschung, IZW, und Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei, IGB) beteiligen. Die Graduiertenschule soll dem Nachwuchsrückgang in den Fachgebieten Infektionsbiologie und Parasitologie entgegenwirken und sicherstellen, dass die dringend benötigte wissenschaftliche Expertise auch künftig zur Verfügung steht. Inhaltlich geht es um die Erforschung von Infektionsprozessen unter Einbeziehung von Vektoren und Zwischenwirten, und zwar in unterschiedlichen Öko- und Modell-Systemen. Ziel der Ausbildung ist der Erwerb spezieller Kenntnisse über parasitologische, entomologische, molekulare und epidemiologische Aspekte vektorassoziierter Infektionskrankheiten und Parasitosen.

Grenzübergreifende Forschung für grenzüberschreitende Themen

Im Rahmen der europäischen Fördermaßnahme ERA-Net BiodivERsA wird außerdem ein Verbundprojekt mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Frankreich und Österreich gefördert. Unter dem Titel „Globaler Wandel und invasive Stechmücken als Infektionskrankheitsrisiko in Europa“ stehen die Auswirkungen invasiver Stechmückenarten im Fokus. Dem Projekt stehen dafür rund 1,2 Mill. Euro zur Verfügung, mit denen die Übertragungswege von Infektionskrankheiten durch Mücken sowie die genetische Vielfalt, geographische Verbreitung und Klimatoleranz der neu in Europa auftretenden Mückenarten erforscht werden. „Stechmücken gelten weltweit als die wichtigsten Überträger vektor-assoziierter Infektionserreger“, resümiert Klimpel. „Durch den globalen Wandel eröffnen sich für viele Arten neue Lebensräume. Die absehbar bedeutendste Rolle in Europa spielen dabei Invasoren wie die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus), Asiatische Buschmücke (Ochlerotatus japonicus) und die Gelbfiebermücke (Aedes aegypti). Dank der eingeworbenen EU-Mittel können wir uns jetzt grenzübergreifend mit diesem ganz Europa betreffenden Thema beschäftigen.“

Mit dem Programm ERA-Net BiodivERsA (European Research Area, ERA) fördert die Europäische Kommission die Zusammenarbeit zwischen den nationalen Forschungsförderinstitutionen; dies ist ein Hauptinstrument für das Zusammenwachsen des Europäischen Forschungsraums. Dank der hier aufgebauten europäischen Netzwerke können die nationalen und regionalen Forschungsaktivitäten besser koordiniert werden, um die Fragmentierung des Europäischen Forschungsraums zu überwinden. BiodivERsA ist ein derartiges Großprojekt, in dem die europäische Förderstrategie für Biodiversitätsforschung weiter vorangetrieben wird.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:
Prof. Dr. Sven Klimpel
LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F)
Tel. +49 (0)69 7542 1895
sven.klimpel@senckenberg.de 
oder

Dr. Julia Krohmer
LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F),
Transferstelle
Tel. +49 (0)69 7542 1837
julia.krohmer@senckenberg.de

Pressefotos

Nachwuchs im Labor
Wissenschaftlicher Nachwuchs bei der parasitologischen Aufarbeitung von Proben im Labor.
Bild: S. Klimpel
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Aedes aegypti
Die Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) bei einer Blutmahlzeit. In Europa wurde sie bereits in Portugal, Spanien, Frankreich, Griechenland und Italien nachgewiesen
Bild: US Department of Agriculture
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LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum, Frankfurt am Main
Mit dem Ziel, anhand eines breit angelegten Methodenspektrums die komplexen Wech-selwirkungen von Biodiversität und Klima zu entschlüsseln, wird das Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK‐F) seit 2008 im Rahmen der hessischen Landes‐Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE) gefördert. Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und die Goethe Universität Frankfurt sowie weitere direkt eingebundene Partner kooperieren eng mit regionalen, nationalen und internationalen Akteuren aus Wissenschaft, Ressourcen‐ und Umweltmanagement, um Projektionen für die Zukunft zu entwickeln und wissenschaftlich gesicherte Empfehlungen für ein nachhaltiges Handeln zu geben. Mehr unter www.bik‐f.de


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