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Neue Forschungsimpulse im ländlichen Raum...

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Pressemitteilungen

Neue Forschungsimpulse im ländlichen Raum

Kooperation mit dem neuen LOEWE Forschungszentrum Biodiversität und Klima (BiK-F) stärkt KMUs

Ulrichstein, Homberg (Ohm). Mitte Juli besuchten Vertreter der ECT Oekotoxikologie GmbH mit Sitz in Flörsheim am Main das Institut für Gewässerschutz Mesocosm GmbH in Homberg (Ohm), Neu-Ulrichstein. Die beiden mittelständischen Unternehmen kooperieren im Rahmen eines Hessen-Modell-Projekts zur Klimafolgenforschung mit dem durch die Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE)
ermöglichten Forschungszentrum Biodiversität und Klima (BiKF) in Frankfurt. LOEWE ist ein Programm des Landes Hessen, mit dem seit 2008 wissenschaftspolitische Impulse gesetzt werden, welche die hessische Forschungslandschaft, aber auch die hessische Wirtschaft (vor allem die klein- und mittelständischen Unternehmen, KMU) stärken sollen.
Projektleiter Dr. J. Römbke, Geschäftsführer der ECT GmbH, und Dr. Anja Coors machten sich bei ihrem Besuch in Neu-Ulrichstein nun ein Bild von den dort laufenden Forschungsarbeiten. Die Aufgabe der beiden KMUs besteht darin, das durch die BiKF-Forschung erworbene Grundlagenwissen über Konsequenzen des Klimawandels in die Praxis umzusetzen. Es werden Handlungsempfehlungen entwickelt, mittels derer z.B. Behörden mit möglichen Auswirkungen des Klimawandels bei gleichzeitig in der Umwelt vorhandenen weiteren Stressfaktoren (z.B.
Chemikalien) besser umgehen können.
In der ersten, bis 2011 dauernden Projektphase geht es außerdem darum, Methoden zu entwickeln, um im Labormaßstab oder auch in künstlichen Modell-Ökosystemen Umweltsituationen zu simulieren, die den Klimawandel widerspiegeln. Unter diesen Bedingungen kann dann z.B. gezielt untersucht werden, wie sich bestimmte Chemikalien unter heutigen oder zukünftigen Klimabedingungen in der Umwelt verhalten. Eine spannende Frage ist, ob dies für die Einwanderung neuer Tier- und Pflanzenarten eine größere Rolle spielt - z.B. für die aus wärmeren Zonen einwandernden Überträger von Humanpathogenen wie Tigermücke (Aedes albopictus) oder Tellerschnecke (Bulinus truncatus), die Dengue-Fieber bzw. Bilharziose übertragen. Erleichtern
Umweltgifte diesen Arten den Weg in hiesige ökologische Nischen?
Beide KMUs verfügen bereits über umfassende Forschungserfahrungen und wissenschaftliche Veröffentlichungen auf diesem Gebiet.
Bei der Besichtigung wurde deutlich, wie herausfordernd und vielfältig die zu bearbeitenden Fragen sind. Dr. Anja Coors äußerte ihren ersten Eindruck: „Unser gemeinsames Projekt entwickelt sich bisher genau nach Plan und wir hoffen, unser erstes Ziel, die Entwicklung geeigneter Handlungsempfehlungen, schon in 2010 erreichen zu können“.
Dr. J. Römbke, Geschäftsführer der ECT GmbH, beurteilt außerdem Potential und Synergieeffekte dieser durch die Landesoffensive ermöglichten Kooperation sehr positiv: „Die Ressourcen, die das Neu-Ulrichsteiner Areal für die Umweltforschung bietet, stellen für beide Kooperationspartner ein enormes Kapital dar. Die weitläufigen Flächen und die Gewässeranlagen bieten optimale Bedingungen für vielfältige Forschungsmethoden. Wir konnten bereits in der ersten Phase unsere Kooperation weit über das Modellprojekt hinaus vertiefen und somit unsere Marktfähigkeit deutlich verbessern.“

Dr. Jörg Römbke
ECT Oekotoxikologie GmbH
Böttgerstrasse 2-14
D-65439 Flörsheim am Main
Germany
Phone: +49 6145 9564 50
Fax: +49 6145 9564 99
E-mail: j-roembke@ect.de

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