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05 Februar 2013Trojanischer Flohkrebs: Wenn eingeschleppte Arten Parasiten in sich tragen...
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28 Januar 2013Klimawandel und Biodiversität: Folgen für Deutschland – Statusbericht ist Umweltbuch des Monats...
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03 Januar 2013Zeitreise ins Jahr 2080 – Gewinner und Verlierer des Klimawandels in Europas Bächen und Flüssen...
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Pressemitteilungen
Globaler Online-Atlas der Arten – Großprojekt „Map of Life“ geht an den Start
Frankfurt am Main, den 10. Mai 2012. Wissenschaftler der Yale University haben erstmals die in Zusammenarbeit mit dem Biodiversität und Klima Forschungszentrum und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung sowie weiteren Partnern entstehende „Map of Life“ vorgestellt. Das einzigartige Großprojekt bündelt Daten zur Verbreitung von Tier- und Pflanzenarten und zeigt Weltkarten zu deren Vorkommen. Unter www.mappinglife.org kann sich jeder Internetnutzer anzeigen lassen, wo eine bestimmte Tier- oder Pflanzenart zu finden ist. Die heute freigeschaltete Startversion enthält bereits 30.000 verschiedene Arten, darunter alle Säugetiere sowie alle Vögel, Amphibien, Reptilien und nordamerikanischen Fische. „Die neue „Map of Life“ macht greifbar, wie Lebewesen auf unserem Planeten verteilt sind“ so Walter Jetz, Professor an der Universität Yale und Leiter des Projekts. Er und Kollegen der University of Colorado und der Calgary Zoological Society stellen die neue Online-Weltkarte der Tier- und Pflanzenarten derzeit in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals „Trends in Ecology and Evolution“ vor. Online-Kartenwerk zu Tier- und Pflanzenarten Mit der „Map of Life“ können Nutzer auf einen beliebigen Punkt der Weltkarte klicken und sich eine Liste der Arten anzeigen lassen, die dort vorkommen. Die Plattform kann aber noch viel mehr: Wenn man den Artnamen eingibt, wird die weltweite Verbreitung der Art angezeigt. Diese Information ist in unterschiedlicher Darstellung verfügbar – entweder als allgemeine Verbreitungskarte, oder als Anzeige einzelner Fundpunkte, an denen die Art nachgewiesen wurde. Die den Karten zugrunde liegenden Daten stammen aus Museen, lokalen und regionalen Artenlisten sowie Expertenkarten durch Wissenschaftler und Amateure. Zielgruppe der „Map of Life“ sind die wissenschaftliche Gemeinschaft und Institutionen aus den Bereichen Naturschutz und Verwaltung, aber auch die interessierte Öffentlichkeit. „Weiße Flecken“ des Wissens und Arealdynamik werden sichtbar Die Startversion umfasst 30.000 Arten, doch das ist nur der Anfang. „Langfristig wollen wir Informationen über die Verbreitung aller bekannten Tier- und Pflanzenarten bündeln und visualisieren. Das wird uns zeigen, wie viel oder wie wenig wir über ihr Vorkommen überhaupt schon wissen“, so Katrin Böhning-Gaese, Direktorin des Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F) und Professorin an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Neben der Sichtbarmachung und Mobilisierung vorhandenen Wissens und Aufdeckung „weißer Flecken“ kann das Portal aber auch genutzt werden, um abzubilden, wie Tier- und Pflanzenarten auf globale Veränderungen reagieren. Das würde die Abschätzung der für die Gesellschaft resultierenden Folgen erheblich erleichtern. Darüber hinaus lassen sich anhand der „Map of Life“ Hotspots der biologischen Vielfalt und der Bedrohung von Arten besser identifizieren. Damit lassen sich zum Beispiel im Naturschutz und -management leichter Prioritäten setzen. Infrastruktur zur Mobilisierung schlummernden Wissens Ähnlich wie bei Wikipedia handelt es sich bei der „Map of Life“ um eine Onlineplattform, die darauf ausgelegt ist, ständig erweitert zu werden. In den nächsten Entwicklungsschritten geht es daher darum, Mechanismen zu etablieren, mit denen akkreditierte Nutzer und Nutzerinnen fehlende und neue Informationen hinzufügen können. „Um mit der „Map of Life“ das Vorkommen von Arten weltweit möglichst genau abzubilden, müssen sich möglichst viele daran beteiligen. Die neue Infrastruktur bietet eine einzigartige Plattform zur internationalen Vernetzung, um das schon vorhandene Wissen über das Vorkommen von Arten bei Wissenschaftlern und Bürgern abzufragen und zu teilen. Auf diese Weise kann unser Wissen zur Verbreitung von biologischer Vielfalt ständig erweitert, verbessert und vor allem gebündelt werden“, so Böhning-Gaese und fährt fort „Wir erhoffen uns einen Schneeball-Effekt, mit dem Institutionen, Wissenschaftler und Amateure motiviert werden, Datenlücken Schritt-für-Schritt zu schließen“. Internationales Kollaborationsprojekt Möglich wurde das Großprojekt durch die Zusammenarbeit verschiedener wissenschaftlicher und naturschutzfachlicher Institutionen, darunter BiK-F und die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. Als europäischer Partner der „Map of Life“ war das Frankfurter BiK-F an der Forschung und Entwicklung der Infrastruktur beteiligt. Darüber hinaus wird in Frankfurt insbesondere an der Integration deutscher und europäischer Datensätze gearbeitet. Weitere renommierte Partner sind die Encyclopedia of Life, die International Union for Conservation of Nature and Natural Resources, die Global Biodiversity Information Facility, die National Science Foundation und die NASA. Pressebilder Ansicht aus der „Map of Life“ - weltweites Vorkommen des Bienenfressers (Merops apiaster) mit seinen Brut- und Überwinterungsgebieten © Yale University , Daten von www.mappinglife.org [Download 300 dpi] Bienenfresser - Der auffallend bunte Vogel hat es gern warm und kommt seit Anfang der 1990er Jahre wieder in Deutschland vor. © AndreasEdelmann - Fotolia.com [Download 300 dpi]
Hinweis zu den Nutzungsbedingungen: Die Pressebilder können kostenfrei für redaktionelle Zwecke verwendet werden unter der Voraussetzung, dass das genannte Copyright mitveröffentlicht wird. Eine kommerzielle Nutzung der Bilder ist nicht gestattet. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F)& Goethe-Universität Frankfurt Tel.069 7542 1890 E-Mail: katrin.boehning-gaese@senckenberg.de oder Sabine Wendler LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F), Pressereferentin Tel.: 069 7542 1838 E-Mail: sabine.wendler@senckenberg.de
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