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Pressemitteilungen

Auf Mückenfang im Auftrag der Wissenschaft - Frankfurter Wissenschaftler unterstützen „Jugend forscht!“ Projekt in Bad Vilbel

Frankfurt am Main, den 26. Juni 2012. Das Georg Büchner Gymnasium in Bad Vilbel erhält bei seinem jüngsten „Jugend forscht!“ Projekt Unterstützung von Wissenschaftlern des Frankfurter Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F). Vier Projektgruppen, bestehend aus jeweils drei Schülern und Schülerinnen, wollen dieses Jahr im Rahmen des Wettbewerbs kartieren, welche Stechmückenarten in Bad Vilbel zuhause sind. Das Projekt ist zum Auftakt der Mückensaison im Juni gestartet und soll bis Ende August laufen.

Auf Initiative von Biologielehrer Marc Grahmann widmet sich ein „Jugend forscht!“-Projekt des Georg Büchner Gymnasiums in diesem Jahr der lokalen Stechmückenvielfalt. In Zusammenarbeit mit dem Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) werden die sechs Jungen und fünf Mädchen zwischen 16 und 18 Jahren eine Karte erstellen, wo in Bad Vilbel welche Art der kleinen Blutsauger vorkommt. „Dazu werden an voraussichtlich acht Standorten in der Stadt, zum Beispiel am Erlenbach und am Ritterweiher, Eier, Larven sowie ausgewachsene Stechmücken gesammelt. Anschließend soll bestimmt werden, um welche Art es sich dabei handelt“, beschreibt Dr. Christian Melaun, Projektmanager am BiK-F, die Aufgabe. 

Melaun und seine Kollegen des Frankfurter BiK-F stehen den Jungforschern und -forscherinnen bei Fragen zur Seite und stellen darüber hinaus die nötigen Hilfsmittel zur Verfügung. Angelockt werden die Stechmücken mit Hilfe von speziellen Fallen, die u.a. auf Kohlendioxid basieren. Dieses Gas wird von Säugetieren ausgeatmet und wird deshalb von den Stechmücken automatisch mit möglichen Stechobjekten assoziiert. Einmal geködert, werden die Versuchsobjekte dann in Plastikbehältern aufbewahrt und untersucht. Ein Teil der Jugendlichen konzentriert sich außerdem auf Gelege, die von den Mücken in ein künstliches Lockmedium abgelegt werden sollen.

Die durch „Jugend forscht“ gewonnenen Daten fließen in eine großangelegte Bestandsaufnahme der Mückenarten ein, die von der Leibniz-Gemeinschaft gefördert wird und an dem das Frankfurter Forschungszentrum als Projektpartner beteiligt ist. Eine solche „Mückenkarte“ wird nicht nur zeigen, welche Mücken in Deutschland vorkommen, sondern auch welche Mücken eventuell neu eingewandert sich. Von besonderem Interesse für die Forschung sind dabei Stechmücken, die als Krankheitsüberträger fungieren können, sogenannte Vektoren. „Innerhalb weniger Jahre werden wir damit einen Überblick über die Artenverteilung der Mücken haben und wissen, was an Viren in ihnen steckt“, erläutert Prof. Dr. Sven Klimpel, der das Projekt am BiK-F leitet.

Pressebilder:

Jugend Forscht

„Jugend forscht“- Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Georg-Büchner Gymnasiums Bad Vilbel mit BiK-F Wissenschaftlern, die das Projekt betreuen. Copyright: BiK-F [Download in 300 dpi]

Hinweis zu den Nutzungsbedingungen: Die Pressebilder können kostenfrei für redaktionelle Zwecke verwendet werden unter der Voraussetzung, dass das genannte Copyright  mitveröffentlicht wird. Eine kommerzielle Nutzung der Bilder ist nicht gestattet.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Prof. Dr. Sven Klimpel
LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F)  & Goethe-Universität Frankfurt a.M.
Tel. 069 7542 1895
sven.klimpel@senckenberg.de

Dr. Christian Melaun
LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F)
Tel. 069 7542 1817
christian.melaun@senckenberg.de

Sabine Wendler
LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F), Pressereferentin
Tel.: 069 7542 1838
sabine.wendler@senckenberg.de