L-3: ENTWICKLUNG MOLEKULARER METHODEN FÜR DIE ROUTINE-IDENTIFIKATION VON ORGANISMEN

Der entscheidende Engpass beim ökologischen Monitoring mit hohen Probenzahlen, wie es z.B. bei Langzeitmonitoring-Projekten angewandt wird, ist ebenso wie bei der diagnostischen Erfassung medizinisch relevanter Biodiversität die notwendige taxonomische Identifikation der gesammelten Proben. Sie ist zeitaufwändig, hängt in ihrer Qualität, auch über die Zeit, stark von der Erfahrung des zur Verfügung stehenden Personals ab und bindet somit die Arbeitskraft erfahrener Taxonomen für Routineaufgaben. Automatisierte Verfahren der DNA-Taxonomie können hier für Abhilfe sorgen. Eine Möglichkeit ist das Hochdurchsatz-DNA-Barcoding, welches allerdings immer noch die manuelle Bearbeitung jedes einzelnen Individuums erfordert. Eine Alternative hierzu stellt die Entwicklung taxonomischer DNA-Hochdurchsatzmethoden dar.

In diesem Projekt wird anhand von Makrozoobenthosproben, wie sie z.B. beim Monitoring der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie anfallen, eine Hochdurchsatztechnik auf Basis der 454 Sequenziertechnik entwickelt und zur Praxisreife gebracht.

 

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