9-1: TRANSDISZIPLINÄRE KONZEPTE

Die Arbeiten des LOEWE-Forschungszentrums BiK-F stehen vielfach an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft. Denn die Folgen des Klimawandels und der Verlust von biologischer Vielfalt beschäftigen ja nicht nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sondern auch Politik, Umweltverbände, Wirtschaftsakteure und jeden Einzelnen von uns. Das Zentrum muss also mit seinen Ergebnissen sowohl wissenschaftlichen Qualitätsmaßstäben als auch gesellschaftlichen Erwartungen gerecht werden. Auch der Analyse der sozial-ökologischen Wirkungen der Folgen des Klimawandels, insbesondere im Hinblick auf die Nutzbarkeit natürlicher Ressourcen, kommt große Bedeutung zu.
Ziel der Projektgruppe F1 ist es daher, die transdisziplinären Arbeitsgrundlagen für das Zentrum zu schaffen und zu erhalten. Transdisziplinarität wird hier betont, um aufzuzeigen, dass sowohl wissenschaftlicher Fortschritt und Exzellenz als auch die Erarbeitung von Problemlösungen für die Praxis als Teil von Forschungsprozessen verstanden werden. Somit lebt die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft vom gegenseitigen Austausch: Was treibt Politik, Nicht-Regierungsorganisationen und privatwirtschaftliche Unternehmen an? Wie können ihre Anforderungen und Positionen in Forschungsprozesse einbezogen werden? Wie kann naturwissenschaftliche mit sozialwissenschaftlicher Forschung verbunden werden?
Die wissenschaftlichen Arbeiten der Projektgruppe F1 basieren vor allem auf diesen Fragen und tragen damit auch zur strategischen Positionierung des Zentrums bei. Durch eigene Analysen der Projektgruppe, die Erarbeitung von Methoden und Konzepten sowie die Bereitstellung von Plattformen für Austausch und gegenseitiges Lernen werden sowohl das Zentrum als Ganzes als auch seine Projektgruppen und Einzelprojekte zielgerichtet unterstützt: Durch die Reflexion der Methoden zum Wissenstransfer oder die Durchführung problemorientierter Diskursfeldanalysen wurden wichtige Fortschritte erzielt. Das Forschungskonzept zur sozial-ökologischen Erforschung klimabedingter Biodiversitätsveränderungen in Versorgungssystemen wird zukünftige Grundlage stärker transdisziplinär ausgerichteter Vorhaben in PBF sein. Dabei ist ein wichtiges Querschnittsthema in F1 mit Wirkung auf das gesamte Zentrum ist das Konzept der „Ecosystem Services“ (ESS). Hierbei wurden Möglichkeiten und Grenzen des Konzepts bei der Verschränkung der Projektbereiche geprüft.

 

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