Projektgruppen

7-3.11 | BIOTISCHE INTERAKTIONEN: SAMENAUSBREITUNG DURCH GROßE HERBIVORE IN TEMPERATEN WÄLDERN

Projektleiter:
Dr. Britta Kunz

Das Projekt untersucht den Einfluss verschiedener großer Herbivorenarten auf die Samenausbreitung von Pflanzen temperater Wälder. Der Fokus liegt auf dem größten mitteleuropäischen Rauhfutterfresser, dem Wisent (Bison bonasus), der erstmalig in Deutschland wiederangesiedelt wird. Die Rolle des Wisents für die Samenausbreitung wird in Vergleich gesetzt zu anderen, im Gebiet vorkommenden  Herbivorenarten: Reh (Capreolus capreolus), Rothirsch (Cervus elaphus) und Mufflon (Ovis aries). Ziel des Projektes ist es zu analysieren, ob die Tiere keimfähige Samen ihrer jeweiligen Nahrungspflanzen in geeignete Habitate zur Keimlingsetablierung ausbreiten und in welchem Maße sie dazu beitragen können, die unter dem Klimawandel vorhergesagten Arealverschiebungen von Pflanzenarten temperater Wälder zu realisieren. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf den Einfluss der Tiere auf Pflanzenarten der Europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) und auf ein im Untersuchungsgebiet vorhandenes FFH-Gebiet gelegt.

Die Untersuchungen sind in das Themengebiet 'Biotische Interaktionen' und das Fokusökosystem 'Temperater Wald'  am Biodiversität und Klima Forschungszentrum und der Goethe-Universität Frankfurt integriert.