Projektgruppen

B3.4 | TIGERMÜCKEN ALS KRANKHEITSÜBERTRÄGER

Aus Laborversuchen ist bekannt, dass die Asiatische Tigermücke unter experimentellen Bedingungen zahlreiche unterschiedliche Viren und Parasiten übertragen kann. Trotz beachtlichen Fortschritts in den vergangenen Jahren und der weithin bekannten Rolle, welche diese Art bei der Übertragung des Chikungunya-Virus z.B. auf der Insel La Réunion und in Italien gespielt hat, besteht noch viel Forschungsbedarf hinsichtlich der Bedeutung verschiedener Populationen von Aedes albopictus bei der Übertragung von Krankheitserregern im Freiland und in Städten. In Zusammenarbeit mit Partnern im Ausland setzen die BiK-F-Forscher Mandy Kronefeld, Richard Zehner, Jens Amendt, Christian Melaun und Ulrich Kuch daher hochsensitive molekulargenetische Methoden ein, um verschiedene Pathogene in Populationen von Aedes albopictus und in anderen krankheitsübertragenden Insekten nachzuweisen.
Diese Untersuchungen sind eng mit zusätzlichen Projekten über Aedes albopictus in anderen BiK-F-Gruppen verknüpft, in denen z.B. Laborexperimente unter kontrollierten Umweltbedingungen über mehrere Generationen ebenso wie Studien zum Ergebnis des Wettbewerbes verschiedener Arten unter Klimastress durchgeführt und umweltrelevante Gene identifiziert werden.

Team

Dr. Jens Amendt
Mandy Kronefeld
Dr. Ulrich Kuch
Dr. Christian Melaun
Dr. Richard Zehner

Publikationen

Climate change and vector-borne diseases: Using the past to predict the future. - Public Health Journal 20, 5-7.